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Einsätze durch den Orkan Xynthia (BERICHT,BILDER)
So., 28. Februar 2010

Zu insgesamt 9 Einsätzen rücken die Wehrmänner der Ortsgemeinde Niederkrichen am Sonntag, den 28.02. von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr aus. Die Wache blieb in dieser Zeit ständig besetzt, um den Betroffenen schnellstmögliche Hilfe leisten zu können.

Dabei mussten umgefallene Bäume von der Fahrbahn entfernt, gelöste Dachziegeln gesichert und Gefahrenstellen abgesperrt werden. Ebenso wurde eine Straßensperrung veranlasst.

 

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Berichte über den Orkan "Xynthia" von der Rheinpfalz Ausgabe 02.03.2010:

Im Münsterland starb eine 70 Jahre alte Autofahrerin.

In Rheinland-Pfalz hat "Xynthia" zwar schwere Schäden angerichtet. Zum Glück wurden landesweit aber offenbar nur wenige Menschen verletzt. In Waldsee (Rhein-Pfalz-Kreis) traf ein abgerissener Ast eine Frau am Kopf, sie musste in eine Klinik eingeliefert werden. In Landau wurde eine 30-Jährige von einem umstürzenden eisernen Hoftor lebensgefährlich verletzt und starb; ob dafür eine Sturmböe die Ursache war, steht bisher nicht fest.

In der Pfalz rückten Feuerwehr, Polizei und Hilfswerke zu hunderten von Einsätzen aus. "Es gehen laufend Notrufe ein, alle verfügbaren Kräfte sind unterwegs", hieß es bei den Polizeistellen. Zahlreiche Straßen, vor allem in Waldgebieten wie im Elmsteiner Tal, waren wegen umgestürzter Bäume zeitweise unpassierbar. Im Kreis Bad Dürkheim war beispielsweise Carlsberg nahezu von der Außenwelt abgeschnitten. Die Autobahn6 zwischen Wattenheim und Grünstadt musste für eineinhalb Stunden voll gesperrt werden, eine große Hinweistafel war auf die Fahrbahn geschleudert worden.

In Kaiserslautern deckte der Orkan am Pfalztheater einen Teil des Daches ab: Die Nachmittagsvorstellung wurde abgesagt. Im Kreis Kusel stürzten zwei Scheunen ein; da in einem Fall auch das angrenzende Wohnhaus gefährdet war, mussten die Bewohner, ein älteres Ehepaar, evakuiert werden. In Frankenthal wurde eine Gasregelstation durch einen entwurzelten Baum zerstört. Im Wachenheimer Kurpfalzpark (Kreis Bad Dürkheim) kam es zu Schäden am Wolfsgehege, laut Feuerwehr ist aber kein Tier entlaufen.

Auf dem Weinbiet bei Neustadt wurden gestern nach Angaben der Wetterstation "Klima Palatina" (Maikammer) Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 166 km/h gemessen: "Das war volle Orkanstärke 12." Nur bei den Orkanen ,Wiebke" (1990) und ,Lothar" (1999) lagen auf dem Weinbiet die Windgeschwindigkeiten mit 191 km/h beziehungsweise 183 km/h höher.

Im Netzgebiet der Pfalzwerke AG kam es aufgrund beschädigter Leitungen und umgerissener Masten nahezu pfalzweit zu Stromausfällen. Teilweise waren davon bis zu 210 Ortschaften gleichzeitig betroffen. In einigen Gebieten könnten derzeit keine Reparaturarbeiten erfolgen, eine Zufahrt sei immer noch unmöglich, sagte am Abend eine Pfalzwerke-Sprecherin. Um 21 Uhr waren immer noch 50 Ortschaften in der Pfalz komplett ohne Strom.

Die Bahn stellte in Rheinland-Pfalz und im Saarland den Regionalverkehr gegen 14 Uhr ein, betroffen war strecken- und zeitweise auch die S-Bahn Rhein-Neckar. Am Abend war etwa der Abschnitt Kaiserslautern-Neustadt komplett gesperrt. Zu den anderen S-Bahnstrecken sagte ein Sprecher: "Es ist kein stabiler Fahrplan mehr möglich."

Auch außerhalb von Rheinland-Pfalz war der Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Die Hauptbahnhöfe in Stuttgart und Frankfurt konnten vorübergehend nicht angefahren werden; der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Etwa jeder sechste Flug wurde am Flughafen gestrichen.

 

Bericht: Die Rheinpfalz